Eigentlich fing der Tag gut an. Ach neee, doch nicht! Das Problem der Mückenanzahl hatte sich nicht verändert. Hektisch wurde alles eingepackt und ohne Frühstück ging es los … bis zum Gruppenplatz des Zeltplatzes. Dort war es erträglich mit den Mücken und wir konnten beim Frühstücken den Tag planen.
Lübeck-Kurzvisite, Travemünde am Strand entlang, genau so Timmerdorfer Strand und dann nach 60km so in etwa einen Campingplatz an der Ostsee ansteuern und vielleicht 2 Tage – zwecks Körper- und Wäschepflege – Pause einlegen.
Lübeck war schnell erreicht und wir sahen das Holsteinsche Tor, das Rathaus, Niederegger Marzipan und ein paar verwunschene Gassen. Auf dem Weg nach Travemünde dann noch die Schwartau Werke – man konnte nichts riechen, vielleicht weil es Samstag war – und dann erreichten wir über wunderschöne Wege Travemünde.






Dort erwartete uns dann der Wahnsinn. Uns war klar, das es über Pfingsten voll werden könnte, aber so voll!? Es tobte der Mopp auf den Strassen. Menschmassen auf den Gehwegen, Radfahrer ohne Ende in alle Richtungen, alte Menschen – richtig alte, nicht so wie wir – auf Ebikes, die sie nicht beherrschten und dazu noch Nobelkarossen aller Marken, gerne AMG oder Maybach, die hinter einem herfuhren, aber nicht überholen konnten und trotzdem ständig mit dem Gaspedal spielten.
Nach Timmerndorf hörte das Spiel nicht auf, wenn es sich auch abschwächte. Wir waren mit den Nerven nun fertig und fuhren den ersten Campingplatz an. Nada war die Auskunft. Gut, wir hätten auf dem Platz auch nicht übernachten wollen. Nach Auskunft des Platzwartes braucht man an der Ostsee für dieses Wochenende mit keinen freien Plätzen zu rechnen. SHIT! Uns ging die Menschenmasse eh auf den Nerv – wenn auch die Ausblicke an den Klippen schon sehr bezaubernd waren – und beschlossen ins Landesinnere zu fahren. Wird sich schon was finden. Und richtig, beim genauen studieren der Karte – beim pedalieren am Berg hat man ja manchmal Zeit – fand sich ein Treckingplatz nur 10 km entfernt. Die hatten es dann noch in sich, aber die Ruhe und die Schönheit der Umgebung hat uns wieder besänftigt und runter kommen lassen. Der Treckingplatz entpuppte sich als der Garten des Försters, den er wandernden und fahrradfahrenden Menschen zur Verfügung stellte. Es gibt sie noch …

