Lolland

Keine Ahnung warum, wir haben die Nacht schlecht geschlafen. Es gab nur Wind, leichte Meeresbrandung und ein paar Nachtvögel zu hören. Ein paar Mücken waren auch unterwegs. Wir sind immer wieder wach geworden. Vielleicht deswegen. Heute soll es endlich an unseren wohlverdienten Pausen-Campingplatz gehen. Marielyst soll unserer sein. Der 15km lange Strand hat es uns angetan. Den wollten wir sehen.

Aber erstmal der Hafen von unserem Shelter, es war nix los in unserer Zeit. Keine Bootseinfahrt, ein paar Männer und Kinder die sich trafen. Sonst nix!

Viele Rehe haben wir auf Lolland gesehen. Auch gar nicht so scheu wie bei uns. Sie bleiben lange stehen, bis sie sich verdrücken. Das hier im Bild hat überhaupt keine Anstalten gemacht zu verschwinden. Okay, da war ein Fluchtweg weniger als sonst möglich.

Unterwegs haben wir dann noch einen Bärlauchwald gefunden. Wirklich unglaublich viel und zudem auf beiden Seiten über mehrere hundert Meter weit. Leider in der Entwicklung schon weit fortgeschritten.

Dann folgte noch der Frejlev Skov (Wald) der 100 archäologische Fundstätten beherbergt. Steinkreise, Ganggräber und Grabhügel gibt es hier zu entdecken die um die 5000 Jahre alt sind.

In Vaggerlose war der erste dänische Einkauf fällig. Wo findet man was, wie heist das hier oder welche Alternativen gibt es dazu. Ich denke in einer Woche beherrschen wir das Thema wieder. Unser Campingplatz ist ein Glücksgriff. Nix los, alles tiptop – Campen können die Dänen – und der Sandstrand liegt direkt an unserem Zeltplatz. 64km sind wir geradelt, die 700km überschritten und Morgen machen wir mal nix. Ich bin gespannt!

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