Plattfuss

Die Vorhersage vom Abend sagte für 9:00 Regen an, also früh raus und alles trocken einpacken um dann die Fähre im 30km entfernten Odden nach Aarhus zu erreichen. So war unser Plan! Um 6:30 ging der Wecker und die heutige Vorhersage lautete Regen um 11:00, läuft doch. Entspannt gefrühstückt und alles eingepackt und dann die heutige Reise begonnen. 

Die Route nach Odden geht über eine immer enger werdende Landzunge und entgegen unseren Erwartungen, führte die Radstrecke nicht an der recht viel befahrenen Autostrasse entlang, sondern doch recht viel über kleine Landstrassen und Bauernwege mit immer wieder recht netten Objekten aller Art.

Nach 20km viel mir auf, das Uli im Bergabfahren deutlich langsamer war als ich. Wie sich herausstellte lag es an dem geringen Luftdruck des hinteren Reifens. Ein lösbares Problem, das wir wieder nicht nachhaltig angingen. Ein paar Pumpenschläge weiter schien alles wieder gut. Auf den Sattel und …. Nach 10km machte es plötzlich an einer Kreuzung Pufff und die Luft war raus. Ungläubige Blicke waren auf unseren Gesichtern zu sehen. Okay, das Problem musste jetzt gelöst werden. Zum Glück regnete es nicht, es waren auch keine 45°C warm und wir waren auch an keiner hochfrequentierten Strasse. Also Rad raus und Schlauch gewechselt. Bei der Suche nach der Ursache fanden wir einen Metallspan im Mantel, der kaum zu entfernen war. Von aussen war nichts zu sehen und erst nach viel Gefummel hatten wir den Bösewicht draussen. 

Das Mantel auf die Felge aufziehen war ebenfalls sehr widerborstig. Selbst mit Spülmittel wollte der Mantel nicht über die Felge. Also doch Montierhebel und es machte wieder … Puff. Shit. Also Schlauch wieder raus und flicken, und wenn man schon dabei ist gleich Beide machen. Gesagt getan. Beim Mantel aufziehen darauf geachtet, dass der Mantel schön in der Mitte der Felge liegt und schon war alles wieder zusammen. Nein, das wollen wir nicht üben, das reicht so!  
Wieder aufs Rad geschwungen und die letzten 10 km zur Fähre geradelt. Bei der Einfahrt zum Kassenterminal legte unsere Fähre gerade ab. Egal, es war sowieso gerade Mittagszeit und die nächste Fähre fuhr bereits eine Stunde später. 

Die Überfahrt ging mit der Katamaran-Fähre recht zügig. Ein und Ausfahrt erschien uns eher chaotisch. Zwei Decks waren zu befüllen, beide nur von einer Seite befahrbar. Das hieß, die Autos mussten in der Fähre wenden und die verbleibenden Lücken wurden mit kleineren Autos, Motorräder und Fahrräder gefüllt. Motorräder waren zwei dabei, Fahrräder vier. Es gab also noch Luft. Ach ja, Busse wurden rückwärts auf die Fähre gefahren! 😳

Für Aarhus blieb uns leider nicht so viel Zeit. Wir waren in der Mollestien und im Latinerkvarteret. Der Rest muss warten, bis wir mal wieder kommen. Schicke Stadt, sehr lebendig, total interessante Strassen, Häuser, Menschen … richtig jung!

Es kündigte sich wieder Regen an und so machten wir beim ersten Shelter halt und kurze Zeit fing es zu Regnen an. Mal wieder alles richtig gemacht! 

4 Kommentare zu „Plattfuss“

  1. Hey ihr beiden Weltenbummler 😀
    Vielleicht brauche ich mal ein Seminar „Fahrradreifen flicken“🤣
    Sehr schöne Bilder wieder.
    Und tolle Beschreibung eurer Tourerlebnisse👍
    Liebe Grüße
    Bernhard

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