sagt der Reiseführer!
Heute ging es von Aarhus nach Randers und von dort weiter nach Hobro. Der Weg dorthin war mit aneinander gereihten leichten Hügeln gespickt. Selten übermässig steil, aber davon viele. Egal was man nun vorher gehört hatte, wir mussten die Strecke bewältigen. Das taten wir auch, es dauert halt etwas, wenn man 650 Höhenmeter mit den muskelbetriebenen Packeseln bewältigen soll.
Die Landschaft ist nun geprägt von Landwirtschaft mit vielen Feldern, auf die der Wind wunderschöne Bilder in das Getreide malte. Zum Glück war unsere Route eher mit Seitenwind belastet, aber es gab natürlich auch Gegen- und Rückenwind. Der Regen hielt sich auch zurück, so das die Regenjacken nur ab und an sicherheitshalber angezogen worden sind. Die Sonne hielt sich leider entgegen der Versprechung der Vorhersage auch zurück.




Über Randers wusste unser Reiseführer zu berichten: industrielle Stadt mit DEM Regenwaldzoo – sehr zu empfehlen aus meinen Erfahrungen von vor 20 bzw 15 Jahren – und das Graceland-Elvis Presley Museum. Beides war für uns mit Dackel nix, ohne Dackel müsste ich beim Letzteren auch nicht unbedingt hin. Aber wer weiss … Ansonsten meinte der Reiseführer, das man sich an die Tourist Information wenden solle, wo die schönen Häuser Randers stehen sollen. Eine echte Hilfe, dieser Führer. 🙄 Ein paar Häuser haben wir entdeckt, ansonsten hat die Stadt eher das Flair von Recklinghausen. Schaufenster von Leerständen mit alten Bildern der Stadt zugeklebt und insgesamt alles ein wenig runtergekommen. In der Fussgängerzone war um 11:00 nix los, die meisten Geschäfte zu. Und das an einem Freitag, das warum erklärte uns dann später etwas.
Als wir aus Randers herausfuhren, wählten wir den letzten Supermarkt zum Einkaufen für das Abendessen. Wir kamen an zahlreichen vorbei, die alle aufhatten. An unserem dann war die Tür natürlich verschlossen. Die Blumen standen noch draussen, aber drinnen war schon fast alles dunkel. Dazu regnete es bereits seit 5 Minuten und es schien nicht so, das es bald aufhören würde. Also machen wir Mittagspause unter dem grossen Schirm am geschlossenen Supermarkt. Dieser erwies sich dann sogar als Glücksgriff! Die Aussensteckdose war aktiv und wir konnten Smartphones und Powerbank laden. Der Bewässerungsschlauch war unter Druck und neben unserem Trinkwasserbehälter auffüllen konnte er uns auch noch beim Spülen unseres Geschirrs dienlich sein.


Ja und warum war der Supermarkt an einem Freitag Mittag geschlossen, obwohl diese jeden Tag von Morgens bis Abends aufhaben? Dänemark hatte Grundlovsdag (Verfassungstag), der inoffiziell als Nationalfeiertag gilt. Okay, damit wäre das auch geklärt und wir haben wohl Randers Innenstadt ein wenig Unrecht getan.

Ab Randers verliesen wir die Veloroute 2 – den Teil ab Randers kannten wir bereits von 2025 ab Skive – und fuhren nach Hobro auf eigene Faust um dort das Wikingermuseum zu besuchen. Der Weg zog sich, auch weil unser Akku heute nicht ganz so perfekt geladen war. Aber wir kamen an und fanden einen schönen Campingplatz und köchelten eine Tortilla um den Akku wieder aufzufüllen.

