Wir wollen die Veloroute 5 Ostkystruten in Richtung Süden fahren, also quasi Richtung Heimat. Was dieses mal anders ist als sonst … wir haben noch 3 Wochen Zeit. Eine sehr entspannte Situation. Wir geniesen es in vollen Zügen. Das Leben kann so schön sein. Machen statt wollen!
Nach ca. 15 km radeln erreichen wir die Stelle, an der die Veloroute 5 von der Veloroute 1 abzweigt. Die Wetterprognosen frohlocken nicht gerade Radelwetter, darum sind wir auch in Regenjacken und Shorts unterwegs. Die ersten 20km war das bei 12°C nicht so schön, um 10:00 ist es bei 14°C aber schon erträglich.

Die Veloroute 5 geht entlang dem Autozubringer, den alle Touristen nutzen um Skagen zu erreichen. Gut 30 km fahren wir entlang der Route. Allen die nach Skagen wollen, fahrt die Nordseeroute, die ist viel schöner und ruhiger! Na wir sind jedenfalls auf der 5 unterwegs und nach 20km wird eine Sperrung angekündigt und die meisten Autos fahren die Umleitung. Nur die Einheimischen wissen, die Sperrung ist schon lange aufgehoben und man kann so weiter fahren. Gut für uns, die Strecke wird deutlich ruhiger! Plötzlich entweicht meinem Vorderrad die Luft, es bleibt kaum Zeit anzuhalten und die Fuhre abzustellen. Mist, das zweite Mal. Wieder ein Metallspan, der sich dieses Mal aber auf jeden Fall von aussen nach innen den Weg gesucht hat. Und wieder das Problem den Reifen auf die Felge zu bekommen. Ich habe echt geochst … ach seht selbst.










Der Reifen ist gerettet und der nächste Radladen wird um zwei Schläuche erleichtert werden. Aber heute ist Samstag … da haben Radläden leider nicht auf.
Nach 40km sieht die Wetterlage wieder bedrohlich aus, obwohl die Prognosen für die nächsten 2 Stunden keinen Regen melden. Wir gehen auf Nummer sicher und suchen uns einen Shelter. Am Platz essen wir zu Mittag und kaum sind wir fertig fängt es an zu schütten. Mit Schlafsack unter dem Arm springen wir in den Shelter und haben eine wunderbaren Mittagsschlaf im Regen.

Die Ostseeroute führt an Frederikshavn vorbei, spontan entschliesen wir uns doch einen Abstecher in die Stadt zu wagen. Wir fahren die Fussgängerzone im eingesetzten Regen einmal hoch und wieder runter … ziemlich tot am Samstag Nachmittag hier. Hier in Frederikshavn fängt die Veloroute 3 – der Ochsenweg, der nach Hamburg führt – an. Wir entschliessen uns spontan dem Weg zu folgen und driften somit von der Ostsee ab und wollen über die 3 Aalborg erreichen. Von dort soll es dann weiter über den Limfjorden wieder zurück zur Ostsee gehen.




Wir erreichen nach 80km unser Tagesziel Oestervra und kaufen noch schnell für das Abendessen ein. Am Shelter soll es Alles geben. Also wirklich ALLES. Neben Shelter und Zeltplätzen, Wasser, Strom – ein Novum- , Toilette und Dusche – gut nur kaltes Wasser – und Feuerholz für die eigentlich obligatorische Feuerstelle. Und was gab es dann nicht? Genau, Feuerholz war leider nicht verfügbar. Und so ist das Grillfleisch dann doch in die Pfanne gelandet. schmeckte aber trotzdem vorzüglich auch mit dem Fertigsalat inklusive Sauce.

So, und jetzt für alle Dänemark kundigen, wie kann man am besten vom Festland aus dem Norden Dänemarks die Insel Fünen erreichen? Gibt es dort irgendwo eine Fähre? Fünen steht auf unserem Heimweg auf jeden Fall ganz weit oben auf de Wunschliste.

