Unter „Drogen“ in der Warteschleife …

Ihr Lieben, vielen vielen Dank für die vielen Wünsche die Ihr mir in allen möglichen Formen zugesandt habt. Es ist echt toll und Ihr habt mir die Zeit hier im Krankenhaus erträglicher gestaltet. Ich bin förmlich erschlagen – emotional – und komme kaum hinterher allen in gebührender Form zu antworten. Darum schreibe ich hier im Blog, auch wenn es nichts mit der Reise zu tun hat, weiter … (Anmerkung der Redaktion (Doro): Noch ist er nicht zuhause angekommen der Gute und ich finde er ist immer noch so lange auf seiner Reise bis er wieder heimgekehrt ist – auch wenn sie anders geplant war!)

NEIN, es wird keinen Krankenblog geben! Ich schreibe auch nicht mehr täglich, meldet Euch beim Newsletter an und Ihr müsst nicht immer klicken.

Ich habe nur mein IPhone im Krankenhaus und das Schreiben ist recht mühselig, zudem ich nur eine Hand zur Verfügung habe, deswegen heute nur ganz kurz.

Ich bin versorgt und so gut wie schmerzfrei unter Drogen gesetzt. Voraussichtlich am Freitag geht der ADAC-Flieger nach Deutschland und ich werde im Sankt Elisabeth Hospital in Gütersloh untergebracht. OP-Termin folgt  … ?

Volker ist in Brest in der Bretagne und tingelt langsam nach Hause. Ihm geht es gut und er gewinnt Zufriedenheit im „Alleine-Reisen“, worüber ich sehr froh bin!

92 – ohne mich ab jetzt :(

Es regnet und regnet. Okay, es ist Sonntag und bis Porto habe Zeit bis Dienstag. Gegen halb zehn fahre ich regensicher vom Platz. Unten am Strand gibt es reichlich Wellen und dunkle Wolken. Sehr kraftvoll die Wellen. Ich fahre heute nach La Coruna und sehe mir den Herkulesturm an. Wen es interessiert, der folge dem Link für Details. Spannend fand ich die Sicherheitseinrichtungen, eine enge Wendeltreppen für beide Richtungen. Ich war früh da und hatte kein Problem damit – als ich zurück ging wurde es deutlich voller.

Weiter in Richtung Fisterra immer wieder an schönen Sandstränden vorbei. Einmal mit nackten Füssen in den Atlantik, natürlich ist die Hose nass geworden.

Ich plane die Route während der Fahrt um, ich möchte mehr am Meer entlang fahren. Vor einem Kreisverher gucke ich welche Ausfahrt meine ist. Als ich wieder hochgucke ist der Kreisverkehr bereits schon vor meinem Vorderrad. Leider ist da auch noch ein Bordstein, schön in zwei verschiedenen Grautönen – ich habe es noch genau vor Augen. Noch kurz auf die Bremse, aber ich liege bereits vor dem Mopped auf der Insel. Was waren das für Schmerzen, Handgelenk? Ellbogen? Schulter? Ich bekomme kaum Luft. Sofort halten Spanier an und wollen helfen und 10 Min. später ist der Krankenwagen da.
Es geht in das nächste Krankenhaus und dort wird geguckt was ist:
6 Rippen sind gebrochen, es ist Luft im Thorax und die Schulter ist gebrochen – alles auf der linken Seite. Es geht weiter zur Uniklinik in Coruna. Wegen dem Rippenbruch und der Luft im Thorax wollen sie 24 h auf der Intensiv beobachten. Wir versuchen eine Verlegung nach Deutschland mit Hilfe des ADAC umzusetzen. Es ist alles noch in der Schwebe.

Ich mag Spanien. Aber die Kreisverkehre sind schlecht sichtbar beschildert. Ich war in einigen wo ich dachte, wie jetzt – Kreiverkehr!? Die waren aber immer ohne Bordstein!
Jetzt ist die Reise für mich hier zu Ende. Volker war heute morgen in der Nähe von La Rochelle, da wird er noch ein paar Tage brauchen. Ich wünsche ihm eine reibunglose Fahrt – sowas hier braucht niemand!

 

91 – Pilgerfahrt

284 km – 22.871 km

Um sieben wach geworden, es regnet immer noch. Erst mal Kaffee und dann weiter sehen. Ich plane die Tour nach Fisterra größtenteils über die Autobahn. Bei Regen Landstraße zu fahren, gehört nicht zu meinen Favoriten. Als ich anfange zusammen zu packen, hört es tatsächlich auf zu Regnen. Nett, finde ich richtig gut. Und als ich starte und den Regenkombi an habe, ist immer noch kein Regen. Bloß nicht beschweren. Artig die Regensachen anbehalten und statt Autobahn die parallel dazu laufende Landstraße gefahren. Es geht nicht schnell, die Straßen sind nass und überall liegt Laub … und ständig die Pilger, die auf dem Pilgerpfad Camino de Santiago/Jakobsweg entlanglaufen. Aber die Landschaft ist grandios, das hätte ich auf der Autobahn nie erlebt. Und das meine Route zu einem großem Teil auch Pilgerstrecke ist, hat den Nebeneffekt, dass ich auch einmal in meinem Leben pilgere – wer hätte das gedacht. Ist doch so …

Es gibt keine echte Küstenstraße wie in Kroatien, wo man immer den Blick auf das Meer hat. Hier in Nordspanien erheischt man ab und zu mal einen Blick auf den Atlantik. Wenn man wirklich was sehen will, muss man eine Stichstraße reinfahren und gucken was man sieht. Ich finde es ist mir ganz gut geglückt. Jedenfalls habe ich endlich mal wieder Kontakt mit dem Atlantik und mache direkt mein zweites Frühstück und genieße die Sicht, die Brandung, das Salz und auch das Leben!

Es gibt keine weiteren erwähnenswerten Ereignisse, außer mein Mittagessen an einer anderen schönen Atlantikbucht. Zu dem Zeitpunkt habe ich es dann aufgegeben, die Regensachen weiter anzubehalten. Es war echt nicht mehr zum Aushalten. Ich habe mich nicht beschwert!

Es geht immer wieder durch Eucalyptus-Wälder. Die haben ein irres Licht, noch nie gesehen das so viele Bäume, dicht an dicht, doch noch so viel Licht haben!

Seit meiner Mittagspause habe ich ein unwohles Gefühl. Woran liegt es? Das Alleine fahren? Angst, keinen Campingplatz zu finden? Mit dem Mopped liegen zu bleiben? Sie rotzt wieder so. Am Campingplatz wechsel ich die Kerzen … scheinbar liegt es doch an den Zügen. Und Morgen ist Sonntag, na toll! Sicher sind in Spanien die Baumärkte auch am Sonntag auf.
Wo wir bei dem Thema Ausrüstung sind … Die Helmkamera ist noch okay, es ist das Kabel, das bei dem Sturz in Mitleidenschaft geraten ist. Ja, ich finde Kabel total über. Das muss auch ohne gehen können …

Ich habe die Route heute gänzlich ohne Reiseführer oder sonstige Empfehlungen gemacht. Trotzdem sind so viele schöne Strecken dabei herumgekommen das ich vermute, das es an diesem Land liegt. Hier gibt es nur schöne Landschaft! Okay, ich habe nur einen Bruchteil gesehen … aber mir gefällt es sehr!

Meine Sorge um den Campingplatz war fast unbegründet. Die letzten 70km existierte zwar keiner, aber der Erste, der dann wieder hätte da sein sollen, war tatsächlich da und hatte auch noch offen. Ganz passabel sogar mit Toilettenpapier auf den … Dings. Nein, die spanischen Campingplätze sind echt nicht schlecht. Keine niederländische Qualtiät, aber ganz weit vorne. Die italienischen jedenfalls sind da weit, weit hinten. Sehr weit hinten!
Dieser Campingplatz jedenfalls hatte sogar ein Restaurant, das noch geöffnet war. Hmm, ich hatte ja noch Essen von gestern. Das geht ja gar nicht … aber Bier von gestern hatte ich nicht. Also zwei Große bestellt, der Blog muss ja Qualität haben! Merkt man es?
Das Vorkochen war eine total geniale Idee. Einfach das Essen aus der Mülltüte in den Topf drücken – hätte von Dr. Oetker kommen können – und aufwärmen. Jaaaaa, das ist dann wieder nicht so einfach. Der Benzinkocher kann vortrefflich heizen, aber erwärmen ist nicht so seine Stärke. Da hätte ich eine Bitte an meinen Elektroniker der SD-Karten löten kann – bitte eine Mikrowelle für den Motorradfahrer entwickeln, irgendwie multifunktional. Wenn gerade kein Heizen erforderlich, dann bitte als Kühlschrank nutzbar machen für Bier, Butter oder was man so braucht.

Und zum heutigen Schluss … das Thema Zweisamkeit.
Ich habe mich entschieden alleine durch Spanien weiter zu reisen und mich nicht mehr mit Volker treffen, um gemeinsam weiter zu fahren. Er ist gestern nicht wie ich weiter in den Westen/Süden gefahren, sondern er hat die nördliche Richtung eingeschlagen. Gestern war er am Atlantik bei Vieux Boucau gelandet. Ihn zieht es nach Hause, das Reisen alleine ist nichts für ihn.
Tut mir leid, aber zu zweit war es leider auch keine Option – für mich. Gute Reise! Auf ein späteres … !

90 – eine Menge passiert

310 km – 22.587 km

7 Grad warm und es geht um halb neun los, nichts neues. Es lohnt sich echt so früh raus zu gehen. Nichts los auf den Straßen und fantastisches Licht. Wobei die Belichtung der Helmkamera damit heute nicht so gut klar kam. Viele schöne Motive sind total überbelichtet. Schade.

Pico de Europa ist sehr zu empfehlen. Ich habe ja nur einen Teil davon gesehen, also ein Drittel umkreist und eine Stichstrasse hinein. Die ist umbedingt zu fahren. Das wird eine richtig kleine Schlucht bis zu einem kleinen Dorf, wo man sicher gut essen und trinken kann. Bei mir war doch noch nichts auf. Und ganz sicher kann man da hervorragend wandern. Da hatte ich die falschen Schuhe für an. Aber ich war hin und weg.

Mein zweites Frühstück nochmal mit Blick auf diese Berge. Echt schön!

Der weitere Weg ging entlang am Fluss Sella, die N625. Teilweise ein Canyon, auch hier viel zu gucken und ganz viele Kurven. Und in einer Kurve rubbelte es hinten ganz komisch.

Die Straße ist doch okay, wundere ich mich noch. Da klappert es hinten … ich sofort in die Eisen und rechts ran. Komisch, erstmal gucken. Aber hier in der Kurve ist doof. Ich bin gerade durch ein Dorf gekommen, also Lenker rum und mitten auf der Straße ist urplötzlich kein Vortrieb mehr und die Kiste geht aus. Da lag ich auf dem Mittelstreifen mitten im Kurvenscheitelpunkt. Ahhhhrrrrr. Wie soll ich das Ding denn alleine aufheben? Und in welcher Richtung laufe ich zuerst, damit ich die Leute warnen kann? Aber die Spanier fahren echt vorsichtig und schon hatte ich zwei Helfer, die mir das Mopped aufheben hilfen.
Ich wollte dann wieder weiter, aber es ging nicht! Nach ein paar Zentimertern blockierte das Hinterrad. Rückwärts! Auch da, nach ein paar Zentimertern … verrückt. Das Ding Vorwärts und Rückwarts solange bewegt bis es halbwegs am Rand stand. Dort auf dem Hauptständer gestellt und am Rad gedreht. Auch am Hinterrad! Ging nur ungefähr eine Umdrehung dann war Schluss. Ja, auch für meine Reise. Das wird Getriebe, Kardan oder Hinterradachsgetriebe sein. Das geht nicht mal eben so.

Also den ADAC angerufen und die versprachen innerhalb von 30-90 Minuten jemanden da zu haben, oder halt später. Das kennen wir schon. Ein Hilferuf in die 11er-Gruppe gesetzt und es kamen viele Vermutungen. Aber das, was es dann war. Da wäre wohl keiner so schnell mit dem Fehlerbild darauf gekommen. Ihr könnt ja mal gucken, ob ihr den Fehler findet.

Ich wollte wissen, wie sich das Ganze bei eingelegten Gang bzw. im Leerlauf verhält. Und beim Drehen des Hinterrades fiel mein Auge auf die Bremssscheibe und auf die blanke Schraube die normalerweise nicht blank ist und die Bremsscheibe am Hinterrad halten sollte. Die hatte sich gelöst und zwar soviel, das sie nicht mehr am Bremssattel vorbei passte. Mit einem normalen Schraubendreher erstmal soweit reingedreht, das es sich wieder drehte. Das Hinterrad. Dem ADAC Bescheid gegeben, das die Hilfe nicht mehr nötig wäre und erstmal raus aus der Kurve. Bei nächster Gelegenheit dann das Hinterrad raus und alle Schrauben nachgezogen. Bei der Gelegenheit auch gleich die Bremssattelschrauben kontrolliert, klar vorne und hinten. Diese Schraubenkobolde, ich dachte die Zeiten wären vorbei.

Und dann … ja wieder Ausrüstungsgegenstände … ist mir bei der Aktion mein Helm heruntergefallen. Das ist nicht weiter schlimm, das passiert häufiger. Dieses Mal war nur das Ladekabel an der Helmkamera dran. Und die Helmkamera am Helm. Normalerweise nehme ich die Kamera ab, wenn ich sie lade. Ja, dieses Mal nicht. Und das Ladekabel ist nicht so lang, wie der Helm runter gefallen ist. Jetzt ist der USB-Stecker an der Kamera wackelig. Aktuell kann ich noch aufladen, wenn ich das Kabel in eine Richtung belaste. Ich denke da muss der Lötkolben raus, oder aus zwei mach eins. Aber nicht mehr heute.

Erstmal will ich noch die befahrbare Tropfsteinhöhle sehen. Die ist in Cuevas zu besichtigen und man kann wirklich durch die Höhle durchfahren. Sie ist nicht lang, nicht breit und eigentlich auch nicht beleuchtet im Sinne von Straße. Ich bin sowohl durchgefahren als auch durchgelaufen. Letzteres war schon sehr unheimlich. Im Dunkeln auf einer Straße und dieses grottenartige …

Nach der Höhle dann diese Sicht …. ich dachte noch toll, Atlantik muss ich noch die Füße reinhalten und dann hier campen. Aber es ist noch früh und der Tag so schön …

Und dann kam die Sicht …

.. und ich schaffte es noch gerade halbwegs trocken das Zelt aufzubauen. Jetzt fisselt es schon den ganzen Abend und ich habe im Zelt gekocht. Anspruchsvoll, von wegen nichts umkippen oder abflämmen. Es gab Gehacktes mit Zwiebeln, Porree, ein paar Nudeln – die letzten Spirellis – und natürlich Knoblauch. Lecker und so viel, ich habe für morgen auch noch was. Mal gucken ob ich das heile transportiert bekomme. Die Temperaturen spielen auf jeden Fall mit.

Vorhin habe ich mit Rainer das Treffen geklärt. Heike und Rainer  kommen am Dienstag am Flughafen Porto an und übernachten direkt am Flughafenhotel. Am Mittwoch bekommen sie das Wohnmobil übergeben.
Wir haben für mich am Dienstag im gleichen Hotel ein Zimmer gebucht. Dann haben wir einen gemeinsamen Abend und können am nächsten Tag alle drei die Reise(n) fortsetzen.
Ich freue mich auf das Treffen.

89 – Kurzer Tag mit viel Büroarbeit

237 km – 22.277 km

Heute nacht habe ich in meinen beiden Schlafsäcke geschlafen, einfach weil ich es mukkelig warm haben wollte. War es auch und es war zudem eine sehr gute Idee! Es wurden nur 5grad heute Nacht, brrr. So konnte ich das locker wegstecken.
Und dann habe ich heute seit langem mal wieder ausgeschlafen. Vielleicht weil es so warm war? Ich bin jedenfalls erst um sieben aus den Bett raus. Schön mal so ein Langschläfertag. 🙂

Heute will ich im wesentlichen nur den Naturpark Pico de Europa erreichen. Das war dann gar nicht mehr so weit, ich hatte gestern ordentlich vorgearbeitet.
Anfangs bin ich in eine Wolkenwand gefahren und ich hatte schon Angst, das ich auch noch die Regenjacke anziehen muss. Bei 5 Grad Starttemperatur hatte ich natürlich die Wattierte an. Aber es war scheinbar nur Nebel, der mich sehr lange begleitet hat. Dann war wieder Sonnenschein und kurze Zeit später wieder Nebel. Sehr abwechslungsreiche Strecke, heute! Nein, im Ernst. Erst Ebenen soweit das Auge reichen kann (eingeschränkt durch den Nebel), dann mal wieder Berge, große Ebenen fast steppenartig und dann eine Fahrt durch einen Canyon (am Fluss Ebro). Wieder Nebel, neee doch nicht. Hier flämmen sie nur die Felder ab. Der Rauch hat sich im ganzen Tal ausgebreitet. Der wird an dem Tag viele Freunde gehabt haben.

Leider war das Objektiv heute anfangs nicht so sauber, viele Fotos sind recht flau geworden. Jetzt ist es wieder sauber. Ahhh, wo wir bei den Ausrüstungsgegenständen sind …

Ich habe heute mit dem iPhone den Track aufgezeichnet – das Navi ist ja kaputt – und natürlich ging der Akku über den Tag in die Knie. Also Ladekabel dran und alles in den Tankrucksack. Als ich bei einer Pause das iPhone herausholte, packte ich zufällig das Kabel an. Uhhhh, war das heiss. Die Isolierung des Kabeles ist direkt am Stecker schon seit Anfang der Tour … nicht mehr so ganz vollständig. Und es hat auch schon seit ein paar Tagen einen Wackelkontakt. Aber es ging noch, kann man doch nicht wegschmeißen! Okay, mal Laden, mal nicht. Na und im Tankrucksack … ich habe es jetzt entsorgt. Eins habe ich noch mit, neuwertig. Ich hoffe das reicht. Wenn das aber versagt .. Notnavi, telefonieren, chatten, Internet Dinge nachschlagen, Wetter … ich habe kein gutes Gefühl ohne Backup.

Bleiben wir bei dem Thema Ausrüstung. Heute nachmittag habe ich neue Routen für morgen über eine micro-SD-Karte in das Navi übertragen. Wie ich jetzt feststellt habe, kann ich damit auch die Tracks exportieren, somit brauche ich das iPhone gar nicht mehr dafür. Aber das Navi verwächst ja so langsam mit der Halterung, entsprechend schlecht kommt man an die SD-Karte ran, sehen tut man nichts. Nur tasten, fühlen und dann rein damit. Und dann bricht mir doch glatt die Karte beim Reinschieben auseinander.

Ob man die nochmal löten kann?

Um 13 Uhr habe ich meinen Campingplatz erreicht. Der war nicht geschlossen, tut dies aber übermorgen. Jedenfalls schön so früh Schluss zu machen. Erst mal was gekocht. Wieder Pesto, das Zeug muss schließlich weg. Aber diesmal sieht es besser aus, oder nicht?

Dann habe Ich noch umgepackt und einiges entsorgt. Optimal ist es noch nicht, aber ich glaube jetzt habe ich mehr Platz für die Küche und die Speisekammer.

Und den Rest des Tages habe ich mit der Routenplanung der letzten Kilometer verbracht. Das Ergebnis seht ihr hier. Ganz grober Streckenverlauf und …….. ich habe einen weissen Fleck im Süden und im Osten von Spanien. Was soll man sich da angucken? Klar ich kann in die Berge, aber ab und an ein Highlight … ? Vorschläge von Insidern?

Und abends gab es dann nochmal warm. Kartoffeln mit Zwiebeln und Möhren, dazu Paprika – die war nicht soooo doll dazu, musste aber weg – und Schinkenwürfel mit viel Knoblauch. Dazu noch den Rioja von gestern. Satt geworden, lecker war es eigentlich auch und im Koffer ist wieder Platz für neue leckere Sachen.

Morgen dann ab in die Pica de Europa, danach die Tropfsteinhöhlen die man mit dem Kfz durchfahren kann und dann über die Autobahn Richtung Westen zum nächsten hoffentlich offenen Campingplatz.

88 – Schluchten und Wüste

465 km – 22.040 km

Muss noch etwas nachtragen von gestern. Da hatte ich Morgens meinen Helm angepackt und der war so richtig nass! Bei der Regenfahrt vom Vortag bin ich mit offenen Visir gefahren weil alles beschlug, Visier und Brille . Als ich den Morgens anpackte, bekam ich direkt Ausschlag, das nasse Ding nachher anziehen? Darum dann eine Trocknungsanlage ersonnen. Der Helm war nachher so mukkelig warm, das schreit eigentlich nach Wiederholung.

Jetzt aber zu dem heutigen Tag. Ebenfalls im Dunkeln aufgestanden, Zelt abbauen, zusammenpacken und zum Schluß frühstücken. Um halb Acht war ich auf der Strasse.

Bei der Abfahrt ist es dämmerig, die Sonne geht um kurz vor Acht auf. Wenn ich Glück habe, erlebe ich einen Sonnenaufgang in den Pyrenäen. Ich habe heute morgen nicht in den Wetterbericht geguckt. 12 Grad sind es heute morgen. da geht es auch ohne Regenhose – die wattierte – was sich im weiteren Verlauf als kolossale Fehlentscheidung herausstellt. Ich fahre durch die kleinen französischen Dörfer, ich mag sie sehr,  und schraube mich langsam den Col de la Pierre St. Martin hoch. Wie gestern, viele Kurven, aber ich will eigentlich nur gucken. Zudem ist wieder Laub und  Nässe an jeder Ecke, also langsam gehen lassen. Ich habe ja Zeit. Dann kommt die Sonne raus. JA, Glotz!!!

Nicht nur Laub und Nässe, heute auch ganz viele Pferde und Kühe die mir im Weg stehen. Die Kühe in der Abbildung haben keinen Platz gemacht. Irgendwann bin ich dann mitten durch – mulmig!

Dann eine fantastische Sicht auf ein Tal im Nebel, teilweise kann man durch den Nebel durchgucken, teilweise ist es einfach weiss. Jetzt schon Pause, ich bin doch erst eine Stunde unterwegs und es sind nur 14 Grad. Also weiter und kaum bin ich unten im Tal sind es nur noch 8 Grad. Ein paar Täler weiter nur noch 5 Grad. Ohhhh manno! Wird bestimmt gleich wärmer … was bis zehn Uhr gedauert hat. Aber ich war optimistisch und bin ohne die Wattierte gefahren. als ob ich zum ersten mal im Herbst Motorrad fahre.

Um zehn komme ich am Foz de Lumbier an. Ich gehe noch mit Fleece und Weste los, auf den Rückweg schleppe ich sie dann. Der Temperaturgott hat doch noch ein Einsehen mit mir.

„Eine der spektakulärsten Schluchten der Region Navarra in Nordspanien, die auf zwei ausgeschilderten Wegen leicht zu Fuß zu erwandern ist.
La Foz de Lumbier ist eine enge, 1300 Meter lange Schlucht, deren senkrecht aufragende Wände eine Höhe von bis zu 150 Metern erreichen. In ihren Spalten, Abbrüchen und Überhängen nisten große Raubvögel, vor allem Gänsegeier.“ Quelle

Ob das Gänsegeier waren? Es waren auf jeden Fall fünf ganz groooose Vögel.
Der Weg führt durch zwei unbeleuchtete Tunnel. Aber glücklicherweise hat mich der Parkplatzwächter auf den Umstand hingewiesen und ich habe meine Höhlenexpeditionsstirnlampe mitgenommen. Sonst hätte ich den Weg nie gefunden. Die Tunnel stammen von der urspünglich mal durch das Tal geführten Schmalspureisenbahn.

Nach der Besichtigung mache ich ein zweites Frühstück und stelle den  Blog von gestern fertig. Dann noch eben gucken wo es heute noch lang geht. Dabei stelle ich fest, das ich gestern die Canfranc-Estación verpasst hatte. Ich dachte noch es wäre ein unsauber gesetzter Wegpunkt in der Navigation gewesen und habe den Weg abgekürzt. Mist, hätte ich mir gerne angeguckt.

Mein Weg führt mich in den Naturpark Bardenas Reales:
Bardenas Reales [baɾˈðenaz reˈales] ist eine Halbwüste … , die eine Fläche von 415 km² umfasst.
Der größte Teil der Bardenas Reales ist seit 1999 als Naturpark geschützt. Am 7. November 2000 wurden die Bardenas Reales von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
Charakteristisch für die Bardenas Reales ist die bizarre Landschaft, die zu einem großen Teil aus ockerfarbenem Lehm besteht. Dieser Lehm ist das Sediment eines urzeitlichen Meeres, welches durch die tektonische Hebung der Iberischen Platte nach und nach verlandete. Die Sedimentschichten der Bardenas Reales de Navarra sind jedoch nicht homogen aus Lehm, sondern bestehen teilweise auch aus härteren Sandstein- und Kalksteinschichten. Durch abfließendes Wasser aus den Pyrenäen erodierten die Sedimentschichten unterschiedlich und es bildeten sich die für die Bardenas typischen Barrancas (ausgetrocknete Flussbetten) und bizarre Bergformen heraus. Beispiele hierfür sind der bekannte Castil de Tierra oder der Barranco Grande.
Das Gebiet der Bardenas Reales ist auf vielen ausgewiesenen Wegen mit dem PKW befahrbar. Die Wege sind jedoch meist nur grob befestigte Schotterwege. Das Verlassen der Wege mit dem Fahrzeug ist untersagt. Auch das Abbrechen der trockenen Erde ist im Biosphärenreservat verboten.“ Quelle

Ich war echt gespannt auf die Wüste. Als ich in das Gebiet einfahren, bin ich erst enttäuscht. Aber seht selber:

Aber dann ist es echt spannend geworden. Fotoapparat gezückt und der Tag wäre gefüllt. Teilweise geht mein gewählter Weg direkt an dem Miltärübungsplatz vorbei, es sind ständig Düsenflugzeuge zu hören.

Und dann das Highlight, bei meinem Weg:

Großartig, oder? Ich bin Einen der vielen Wege gefahren. Hier kann man sich länger aufhalten.

Aber ich will ja noch mehr sehen. Das nächste Ziel ist der Pico de Europa Naturpark. Fast 400km entfernt. Und dazwischen ist das Rioja-Tal. Weinanbau soweit das Auge reicht. Mein Bild entspricht nicht der Aussage, ihr könnt es mir aber glauben.

Rastplatz an der Autobahn, welchen Campingplatz fahre ich an?

Ich fand das jetzt nicht sooo spannend und habe die Autobahn genutzt um Meter zu machen. Da hänge ich lieber am Strand … oder so. Schnell eingekauft und um 16 Uhr den ersten Campingplatz aufgesucht. Geschlossen, der nächste zugmauert also schon länger zu, geschlossen, geschlossen und der fünfte dann endlich offen und nimmt mich auf. Gegen halb sieben frisch geduscht und alles aufgebaut, jetzt noch köcheln. Zwiebeln, Knoblauch, Champions, das halbe fertigt gebratene Geflügel von gestern und Sahne mit ein paar Nudeln.  Halb neun bin ich dann fertig mit Spülen. Ich muss früher auf Zeltplatzsuche gehen. Morgen, versprochen!

87 – Tag der Pässe

– Gestern abend hat ich immer Ausfälle im Mobilnetz. Als ich bis halb zwöl immer noch nicht die Bilder hochgeladen hatte, habe ich es aufgegeben. Darum der Beitrag von gestern erst heute bei meinem zweiten Frühstück fertiggestellt.

339 km – 21.575 km

11 Grad waren es heute morgen und es sollten die nächsten Stunden nicht viel mehr werden. Gleich wieder die wattierte Regenhose angezogen, obwohl es gar nicht regnete. Es sind noch viele Wolken gerade in höheren Lagen unterwegs. Als ich mich den ersten Pass hochschraubte, musste ich da natürlich einmal durch und konnte hinterher von oben auf die Wolkendecke schauen.

Im Leerlauf rotz meine 11er heute total rum. Das Verhalten ist schon länger absehbar, aber so schlimm wie heute hat sie es noch nie getan. Im Schiebebetrieb knallt es alle hundert Meter mal weniger laut, mal angsteinflössend. Ich würde in dem Moment nicht als Radfahrer daneben stehen wollen, vermutlich stirbt man 1000 Tode. Ist mir echt peinlich und als ich nach dem ersten Pass im Tal ankomme, habe ich die Faxen dicke. Ich reduziere das Gemisch am CO-Poti. Jetzt geht sie im Leerlauf fast aus, läuft total unruhig, das tat sie vorher auch aber nicht so …. war klar das der Eingriff nicht ohne Folgen bleibt. Nach Gehör und Gefühl die Leerlaufdüsen rausdrehen und dann geht es so halbwegs. Sobald ich aus dem Leerlauf raus bin, ist alles bestens. Da zieht sie ohne zu Rucken und zu Zucken. Naja. Am nächsten Baumarkt hole ich mir 3m Schlauch und gucke mal ob das besser geht. Gegenüber vorher läuft sie jetzt auf jeden Fall viel besser und es ist nur noch ganz wenig Gekalle im Schiebebetrieb. Und sie geht nicht mehr so schnell aus. Das Kerzenbild ist ockerbraun. Lasse ich erstmal so, bis mir ein Baumarkt vor die Räder kommt.

Heute ist der Tag der Pässe. Ich glaube es sind sieben, wenn ich mich nicht verzählt habe. Angefangen mit dem Col de Peyresourde, direkt übergehend in den Col de Aspin und dann als Krönung der Col de Tourmalet. So dachte ich zumindestens.

Erst sehe ich im Gipfel vom Tourmalet nur Wolken, dann kommt teilweise die Sonne raus und ich bleibe stehen und warte. Und dann endlich freie Sicht auf die Spitze. Tolle Sicht. Unterwegs natürlich immer wieder Radfahrer ohne Ende.

Nach dem Tourmalet kam der Col de Soulor. Unglaublich die Sicht, die geschwungenen Hügel und das Spiel mit Licht und Schatten zusammen mit den Wolken. Toll! Ich habe an dem Naturschaustück Mittagspause gemacht und mich satt gesehen. Ich fand ihn schöner als den Tourmalet.

Der nächste Pass, der col d’Aubisque besticht mit seinem kilometerlangen Berghang, den man entlangfährt. Man ging es da steil runter, ich bin immer in der Mitte gefahren und wo es ging auch ganz links. War mir schlecht.

Es ging zurück nach Spanien über den Col du Pourtalet. Alles weitläufiger, die Straßen großzügiger ausgebaut. In Spanien dann über Schnellstraßen wieder zurück nach Frankreich. Der Col de Somport, hat nicht mehr die Qualitäten wie am morgen, aber immer noch wunderschön.

Heute noch einen klitzekleinen Campingplatz gefunden. Der Platzwart kam gegen 7 Uhr und hat 6 Euro kassiert, viel mehr ist es wirklich nicht wert. Aber ich habe einen Platz zum Zelten und Toiletten sind auch da.

Aufwendiger als gestern gekocht, Putengeschnetzeltes mit Zwieblen, Karotten und Möhren abgelöscht mit Rijocha von 2014 und dazu noch ein paar Fusillis. Macht schon mehr her, aber ich muss an der Gewürzfront nachbessern. Kräuter der Provence, Salz und  Pfeffer hat aber schon Geschmack gegeben. Dazu den besaten Rijocha und als Nachtisch Obst und spanische Chips.

Morgen geht es dann wieder zurück Col de la Pierre St. Martin und Port de Larrau. Dann ist Schluß mit den Pyrenäen. Weitere Ziele der Foz de Lumbier und der Parque Natural Bardenas Reales. Ich könnte ja jetzt schon etwas erzählen … aber es muss ja Spannung bleiben.

86 – Vive la france

385 km – 21.236 km

Der Tag beginnt früh um halb sieben. Es ist noch dunkel, aber wir sind Beide schon wach. Also anziehen, waschen, frühstücken. Es dämmert und wir packen die Sachen zusammen. Halb neun sind wir auf der Straße.

 

Auf den ersten Metern mache ich den 111.111 Kilometer. Nachdem ich schon den 100.000 nicht festgehalten habe.

Es geht heute zum Ordesa Naturpark, einmal kurz den von Holger empfohlenen Campingplatz Valle De Bujaruelo (Trola) angucken – wir sind um 11 Uhr da, das passt leider nicht – und dann über kleine Straße wieder zurück um in die französischen Pyrenäen zu kommen. Auf dem Weg zeigt mein Navi plötzlich einen niedrigen Akkustand an. Die Stromversorgung ist gegeben. Eben das Kabel ausgetauscht, nö. Kabel am Navi gewackelt, ja. Mit dem anderen Kabel der gleiche Fehler. Es ist nun auch der USB-Anschluss kaputt. Hmmm, wir laden ihn erstmal an Volkers Halterung. Eine Dauerlösung ist das natürlich nicht, wo sein Halterung auch kaputt ist.

Wir kommen in den Nationalpark Ordesa. Irre Berge und Felsformationen, sehr zu empfehlen! Seht selbst.

Unser Rundweg ist leider mit einem Durchgangsverbotsschild gekennzeichnet. Wir nehmen das mal ernst, wir sind ja nicht in Italien. Wir werden es noch einmal auf der anderen Seite des Rundweges probieren, vielleicht ist auf der Seite der Strasse keine Verbotsschild. Sonst wird es halt kein Rundkurs sondern eine Stichstrasse. Aber wir wollen ja den Campingplatz Valle De Bujaruelo sehen. Und es lohnt sich, auf jeden Fall die Straße nach dorthin. Leider ist nur ein Bild brauchbar.

Nach dem Abstecher zu dem Campingplatz nochmal probiert ob wir unsere Rundtour fahren können. Aber auch von dieser Seite kein ist kein Durchgang.

Es grummelt schon länger! Volker und ich sind nun seit 12 Wochen unterwegs, wir sind 24 Stunden am Tag zusammen. Alle Aktionen müssen in dieser Gruppe abgestimmt sein. Wo machen wir Pause, was kaufen wir ein, wo übernachten wir, was essen wir heute, trinken wir hier einen Kaffee! Wenn ich mal anhalte … warum wieso weshalb. Ich kann nicht mehr. Ich habe mich heute von Volker getrennt. Für ein paar Tage/Wochen? Keine Ahnung! Mir persönlich ging diese Abstimmung zum Schluss echt auf die Nerven. Und das hatte natürlich auch Auswirkungen auf mein Verhalten gegenüber Volker. Ich muss da raus, jetzt und heute. Mal gucken wir mir das bekommt. Sorry, Volker.

Die ersten Meter versuche ich das Navi wieder zum Laden zu bringen. Die Idee ist es, den Stromanschluss noch einmal zu kontaktieren, und danach nicht mehr aus der Ladeschale zu entnehmen. Um die Routen auf das Navi zu bekommen, will ich diese über die SD-Karte einspielen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bedacht hatte, ich kann die gefahrenen Strecken nur über den USB-Stecker auslesen. Und der ist defekt. Somit ist der Datenzugang nicht mehr möglich. Heute kann ich die Route noch ganz gut aus dem Kopf nach bilden. In Zukunft will ich das iPhone dafür nutzen. Noch ein Tool. 🙁

Es ist komisch alleine, aber ich glaube es war die richtige Entscheidung. Ich fahre nochmal ein Stück zurück über die N260 in Richtung Osten um den Pass Col de Peyresourde morgen fahren zu können. Die N260 ist so unterschiedlich. Mal Schnellstrasse, dann wieder total klein und sie schlängelt sich durch einen Canyon. Den sollte man besser nicht von Nord nach Süd fahren, dann kann man besser in den Fluss gucken.

Je weiter ich in den Norden komme, desto bedrohlicher wird das Wetter und desto kälter wird es. Ich versuche schon gegen 16:00 einen Campingplatz anzufahren, 5 Stück an der Zahl. Entweder sind sie mit Schranken verschlossen, alle Läden zu oder es kommt die Aussage, heute nicht mehr. Das wird schwierig, nicht nur heute. Ich muss über den Col del Portillo fahren und so komme ich ganz unverhofft und nicht geplant schon heute in Frankreich an. Es fängt zu Regnen an, die Sicht schränkt sich durch Nebel auf 100m ein. Ist eigentlich egal denn ich sehe mit der beschlagenen und nassen Brille sowieso nichts mehr. Das Mopped hat ständig bei der Bergabfahrt Fehlzündungen. Was ist das denn nun?
Dann finde ich endlich noch einen Campingplatz mit einen vortrefflichen Unterschlupf unter einer grossen Hütte. Ich kann meine Sachen zum Trocken auslegen und habe Tisch und Bank zum Essen und Blog schreiben. Die Isomatte werde ich heute Nacht in der Mitte ausrollen und dort schlafen.


Die Stromversorgung des Navi hat mit ein paar Einschränkungen funktioniert. Wenn es morgen auch noch geht, werde ich das Navi großzügig mit Isoband an der Halteschale verkleben. Auf das das Navi mit der Halterung verwachsen möge!

Ich muss mich ganz neu organisieren. Das Essen wird nicht mehr so aufwändig ausfallen und ich muss mich neben dem Blog schreiben darum selber kümmern. Heute gibt es Nudeln mit Pesto. Ganz einfach, ohne Parmesan. Ich muss gucken, wo ich den ganzen Essenskram unterbekomme. Das war zu zweit – und zu dritt noch viel mehr – viel einfacher.

Gute Nacht! Auch dir Volker!

85 – Sonntag

119 km – 20.851 km

Sonntag – Ruhetag. Nicht so ganz, aber wir haben uns heute nicht viel vorgenommen. Eine Rundtour von 100 km mit zwei optionalen Offroad-Abschnitten.  Von daher bin ich morgens erst mal liegen geblieben, Kaffee am Zelt/Schlafsack gekocht und erst um 9 raus. Da war es immer noch kalt, aber in der Sonne erträglich. Gegen 10 Uhr haben wir dann die Tour gestartet.

Die erste Offroad-Strecke sind wir von beiden Seiten angefahren. Aber wir haben uns nicht getraut in den Trail reinzufahren. Beides Mal eine Wiese wo man noch eine geschotterten Weg erkennen konnte. Mit dem Scorpion wollte ich das nicht probieren, mit dem Mitas hätte ich es mir auch nicht wirklich zugetraut. Der zweite Trail war dann der Weg zu dem Castillo de Fantova, der einer guten sizilianischen Strasse entsprach mit Schlaglöchern, Split in jeder Kurve und vielen Schotterabschnitten. Machte nichts, die Burg war schön anzusehen, man hatte eine gute Sicht und den Turm konnte man im Dunkeln besteigen. Sicherheitsvorkehrungen werden hier nachrangig behandelt. Okay, ist eine Deutsche Stärke.

Noch ein paar Fahrbilder um in Stimmung zu kommen für den nächsten Urlaub … :

Und ganz zum Schluss noch ein paar Bilder von unserem Campingplatz Isabena. Den Pool haben wir nicht ausprobiert. Abends gibt es ein Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Sehr lecker und preiswert. Unbedingt empfehlenswert!

84 – Pyrenäensamstag

240 km – 20.732 km

Es hat in der Nacht entgegen den Vorhersagen nicht weiter geregnet. Die Sachen waren trotzdem alle nass und nasse Sachen einpacken ist so ziemlich das letzte was Spass macht.
Es gibt heute nicht viel zu berichten. Es ist keine weitere Ausrüstung kaputt gegangen, es hat keine Unfälle oder Umfälle gegeben, es ist alles so abgelaufen wie es geplant war.
Wir sind durch die spanischen Pyrenäen gefahren, viel Landschaft, viel Berge, viel Sonne und viele, viele, viele Kurven … wir sind an dem Campingplatz Isabena angekommen und fühlen uns sehr wohl hier. Morgen werden wir ein wenig die Umgebung erkunden. Zwei Offroadstrecken wollen wir probieren und sonst nochmal Sonne – es sollen 27 Grad werden – und Sonntag genießen. Ihr dürft die Fahrbilder von heute genießen .…