Tag 8 – Serpentienfahrt am Geiranger und Trollstigen

Heute morgen wie gehabt 10° und um 7 Uhr aufgestanden. So langsam klappt das Einpacken schon besser. Viele Sachen haben ihren Platz und das beschleunigt die Sache ungemein. 9:30 waren wir auf der Strasse zum Geiranger. Unglaublich was da los war. Die Kurvenfahrten zu genießen war schon schwierig. Insbesondere auf die Busse muss man aufpassen und auch Rücksicht nehmen. Drumherum natürlich grandiose Landschaft.

Weiter geht es zum Trollstiegen. Hier ein ähnliches Bild wie beim Geiranger, nur jetzt wegen der Uhrzeit noch mehr Tourismus. Es entstehen Staus, weil die Busse nicht mehr aneinander vorbeikommen, von den Wohnmobilen erst gar nicht zu sprechen. Landschaftlich fand ich den Trollstiegen noch schöner als den Geiranger, aber seht selbst:

Nun verlassen wir die engen Fjorde und so ab Molde kommen wir in eine ganz neue, weite Landschaft. Teilweise erinnert sie mich an die Bretagne, insbesondere in der Küstennähe.

In Summe sind wir heute 400km weit gefahren, wenig Sonne aber auch kaum Regen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Wir sind zufrieden.

Morgen geht es weiter in Richtung Trondheim und dann voraussichtlich auf der Küstenstraße FV17 hoch bis zu den Lofoten.

Und heute kam es endlich zur Kücheneinweihung. Funktioniert super und Volker ist zufrieden. Und ich auch, denn es hat köstlich geschmeckt!

Küchenprofi mit Profigerätschaft
Unsere Unterkunft nahe am See. Leider ist aufgrund der Uferbepflanzung kein dran kommen.

 

Info:
Der Newsletter wird ab heute nicht mehr um 21 Uhr versendet, sondern ab heute erst um 6 Uhr in der Früh.

Und zum Schluß noch ein Nachtrag zu dem gestrigen Tag. Da hatten wir bei einer der zahlreichen Tunnelfahrt doch noch ein Aha-Erlebnis. Mitten im Tunnel einen Kreisverkehr. So was habe ich noch nie gesehen.

Tag 7 – Wandern im Fjell

Heute ist mal ausnahmsweise nichts kaputt und nichts schief gegangen. Im Gegenteil. Unser Plan, der Regenfront hinterherzufahren, hat wunderbar funktioniert. Wir hatten mit nur sehr wenig Nieselregen zu kämpfen. Über zwei Pässe mit jeweils 1400 Höhenmetern sind wir gefahren und es war mit 8 Grad ganz schön …. Der zweite Pass war der Schlimmste, Kälte plus Regen und wir mussten dann noch durch die niedrigen Wolken mit sehr wenig Sicht fahren. Insgesamt haben wir heute in nur ca. 10h 380km bewältigt. Wir holen auf, Rainer!

Unser heutiges Essen: Kartoffeln mit Gemüsepfanne. Sehr lecker! Danke Volker. Leider neigt sich unser Weinvorrat dem Ende entgegen.

 

 

 

 

 

 

Tag 6 – Wanderung zum Vøringsfossen

Unser kleines Unterkunft. Trocken und warm!

10 Grad um 7 Uhr, bedeckt, aber kein Regen. Um 8 Uhr haben wir die Regenhosen angezogen – gegen die Kälte – und sind los. Auf dem Weg von Eidfjorden bis zum Vøringsfossen gibt es einen Parkplatz, von dem ein kleiner Fussweg zu dem Wasserfall führt. In etwas über einer Stunde sind wir über kleinste Wege, Geröllfelder und Steinansammlungen  zu dem Wasserfall gelaufen. Toll! Norwegen pur. Kurz vor dem Wasserfall gibt es eine kleine Hängebrücke die ich trotz Höhenangst – Doro du kannst stolz auf mich sein – überwunden habe. Ab da wird die Umgebung immer feuchter und es besteht immer die Gefahr das man ausrutscht. Bis ganz ran haben wir uns deswegen auch nicht getraut. Aber trotzdem ein beeindruckendes Naturschauspiel. In der Nähe vom Wasserfall, im trockenen Bereich, haben wir noch bei einem frisch aufgesetzten Kaffee die Umgebung genossen. Dann kamen immer mehr Besucher und es wurde langsam voll; wir haben den Rückzug angetreten.

Jetzt sitzen wir in unserer Hütte und lauschen dem Regen. Morgen soll es gegen 10 Uhr weniger werden und die Regenfront zieht gegen Norden. Der werden wir dann langsam folgen. Nächstes Ziel ist der Geiranger und auf dem Weg dahin die Umfahrung des längsten Tunnels Norwegens, der Lærdalstunnel mit 25km Länge.

Tag 5 – Fahrtag

Heute waren wir voll die Langschläfer. Sieben Uhr war es, als wir aufgestanden sind. Duschen, erste Sachen einpacken, Frühstücken und die Route für heute planen. Mist, mein Macbook hat keinen Strom. Kabel von Volkers Mopped gezogen und mit dem 12 Volt Netzteil aufgeladen. Viertel vor 10 waren wir startbereit. Alles angezogen und los geht es. Warum hupt denn Volker? Die Batterie fand die Aufladeaktion offensichtlich nicht so lustig. Ladekabel raus und 5 min später auf der Strasse. Okay, jetzt haben wir das auch erlebt. So langsam reicht es.

Der heutige Tag ist ein reiner Fahrtag. Knapp 300km haben wir uns vorgenommen, unser Ziel heißt Vøringsfossen. Das ist ein Wasserfall mit einer Fallhöhe von 180m in der Nähe von Eidfjorden. Die Strecke haben wir ohne Zwischenfall abgespult. Darum heute auch fast nur Bilder. Die beiden letzten Bilder zeigen den Wasserfall. Der mit der Fallhöhe von 180m ist von oben kaum zu sehen, es ist der rechte Wasserfall.

Morgen kommt uns ein Regenfeld in die Quere das im Norden viel Regen bringen wird. Hier in Eidfjorden fängt es erst morgen Nachmittag an. Wir werden vormittags eine Wanderung zu dem Wasserfall machen. Die dauert ca. 4 Stunden, danach werden wir uns wieder in unsere Hütte auf dem Campingplatz zurückziehen. Übermorgen soll der Regen hier schon wieder  nachlassen. Soweit der Plan.

Tag 4 – Preikestolen 

Die Nacht war arschkalt, aber im Zelt und Schlafsack kein Problem. Nur wenn man um 6 Uhr wach wird und dann raus muss bei 7 Grad … 🙁
Schon um 9:30 waren wir auf der Strasse. Schon eine Stunde schneller als gestern, obwohl wir viel mehr Arbeit mit dem Windsicher abgespannten Zelt hatten. Heute wollten wir auf den Preikestolen besuchen. Das ist eine Klippe die rund 600m steil aus dem Fjord herausragt. 4h Wanderung hin und zurück sind dafür veranschlagt (wir haben natürlich nur 2:50 gebraucht). Der Ausblick da oben ist sensationell, da hat sich jeder Höhenmeter hinauf gelohnt. Ein sehr beindruckendes Schauspiel. Ich habe mich immer am Berg gehalten, Volker musste natürlich immer herunter gucken können. Aber seht selber. 
Nach dem Ereignis sind wir nur noch 30km gefahren und haben den Nachmittag, im Sonnenschein schreibend, genossen. Und – ES IST SCHÖN WARM in der Sonne 🙂 . 

Tag 3 – endlich in Norwegen

Wir konnten gestern keinen Blog einstellen, weil wir diverse IT-Probleme hatten. Dazu aber später mehr ….

Eins vorweg, Volker geht es gut. Schon gestern Abend hat er sich wieder des Lebens erfreut. Alles bestens bei ihm! Und auch bei mir. Ich komme gut mit den Einschränkungen der vergangenen OP klar. Keinerlei Einschränkungen beim Motorrad fahren und das Hinschmeissen konnte ich, wie vom Arzt verordent, bisher erfolgreich vermeiden. So soll es bleiben. Ein echtes Problem hatte ich gestern nur, als ich 2 Stunden im Zelt saß – es hatte gestern abend immer wieder geregnet -und ich den Blog schrieb. Das ging voll auf die Bauchmuskulatar. Da muss ich aufpassen. Weniger Regen ist hier der Wunsch zum Vermeiden vom langen auf dem Boden sitzen müssen.
Und jetzt zu heute. Wieder sind wir früh raus (6:15) und haben dann auf Strecke ziemlich versagt. Erst um10:30 waren wir auf der Strasse. Das ging gestern besser. Okay, da hatten wir kein Zelt und auch nicht gekocht. Das wird sich schon noch einspielen. Ausserdem haben wir ja Urlaub.
Erstes gesetztes Ziel war eine neue Schraube für meinen Bremssattel zu kaufen. An der ersten Tankstelle mit Reifenmontierservice konnte uns zwar keine Schraube gegeben werden, aber wir bekamen einen Tip wo ein Moppedhändler sei. War eindeutig ein goldener Tip, für 5 Kronen = 50 Cent bekamen wir eine passende Schraube. Damit war das Thema bereinigt.
Jetzt endlich Urlaub machen. Wir sind von unserem Zeltplatz grob in Richtung Stavanger orientiert. Man kann es nicht anders sagen: Norwegen ist geil. Bei 20Grad und blauem Himmel sind wir kleine Strassen (1,5 Fahrspuren) durch die norwegische Berg und Seewelt gefahren. Kurven ohne Ende eine hinter der anderen. 
Dann fing das IT-Problem an.
Kurvenparadies

Wir fuhren auf der E39 – schnelle langweilige Schnellstrasse – seit einigen Kilometern und ab Flekkefjord zeigte das Navi weitere 90km auf der Strasse an. Das war nicht in unserem Sinne. Also angehalten und auf den diversen Geräten (Sony Tablet und Garmin Navi) nach Alternativen gesucht. Ist gar nicht so einfach in der Ecke. Es gibt hier nur wenige Strassen die in den Norden führen und viele Sackgassen. Mit der 44 hatten wir aber eine Alternative gefunden die uns vielversprechend erschien. Alles wieder zusammen gepackt und die verschiedensten Geräte wieder mit Strom zum Aufladen versehen. Umgedreht und los …. nach 2km fehlte mir das vertraute Blenden von Volkers Scheinwerfer. Kurz vor dem Tunnel in die Eisen und gewartet. Es kam und kam kein Volker. Also umdrehen und gucken wo er bleibt. Kaum gedreht kam er natürlich angebraust und zeigte das ich anhalten sollte. Was war passiert? Ich hatte mit der Versorgung der vielen elektrischen Helferlein ganz vergessen das Tablet wieder auf dem Tankrucksack zu befestigen. Das hatte sich bei meiner Losfahrt dann vielfach in der Luft drehend mitten auf der Strasse platziert. Volker hielt an und musste ein paar Autos abwarten die alle schön um das Tablet herumfuhren. Dann kam noch ein LKW. Und der hat es natürlich überfahren. Der Bildschirm ist nun zur Hälfte schwarz und auf der anderen Hälfte kann man noch die letzte Darstellung sehen. Keine Reaktion auf gar nichts. Mist. Keine Reiseführer mehr, keine Kartensichtung auf einem einigermassen Oberfläche … voll doof. Gut Können wir nicht ändern. Mal sehen wie die nächsten Tage ohne gehen ggf. kaufen wir Ersatz. 

Unterwegs haben wir unseren ersten Wasserfall mit Lachsen auf der Wanderung gesehen.

Am Ende des Tages haben wir versucht einen Platz zum Zelten zu finden. Der erste Platz war dann ein offizieller Campingplatz, sehr schön an einem See gelegen und wir waren die einzigen Gäste. Auf dem Campingplatz gab es ausser dem See noch eine gemähte Wiese und ein Plumpsklo. Aber es ist wieder ein wunderschöner Campingplatz. Leider dermassen windig, das wir uns mit dem Tarp einen Windschutz bauen mussten.

ein wenig windig …

 

Und kommen wir zu dem zweiten IT-Problem des Tages: Der Empfang war so grottig, das es nicht zu einer stabilen Internetverbindung kam.
Den ersten Abend in Norwegen – als Beginn für unseren Urlaub – haben wir mit einem Piccolo Sekt aus zusammensteckbaren Sektgläsern gefeiert.
Ein fantastisches Abendmahl – Brot mit Käse und Tomaten und Nudeln mit Pesto – genossen und dazu ein Glächen Wein in den Sektgläsern. Und nun kommen wir zu dem dritten IT-Problem. Der Wein im Sektglas ergoss sich über die Tastaur meines MacBook’s. Sofort umgedreht und versucht über Kopf das MacBook auszuschalten. Gar nicht so einfach, aber es ging ohne vorher von alleine aus zu gehen. Mist. Alles trocken gelegt und das MacBook in der Lage gehalten. Hoffentlich geht es morgen wieder an ….. kurz vorweg genommen, heute Nachmittag lief es wieder. ….  Der Abend war jedenfalls gelaufen. 

Tag 2 – auf nach Norwegen

Eine wirklich schöne Unterkunft! Morgens ging die Sonne auf und schien direkt in unser Bettgemach. Leider waren wir schon am Packen.

Die Nacht war erholsam und wir sind nicht einmal von Mücken gestochen worden. Früh sind wir wach geworden und waren bereits um 6:15 unterwegs. Auf nach Hirtshals, um die 10Uhr-Fähre nach Kristiansand zu bekommen. Kurz vor Hirtshals stand ein Motomorini-Fahrer aus Italien am Standstreifen. Kein Sprit mehr! Eine unsere Benzinkocherflaschen in seinen Tank gekippt und die gute Tat für heute war erledigt. 0,5 km weiter rappelt es bei mir am Vorderrad.

Ich gucke und kann meinen Augen kaum trauen. Der rechte Bremssattel wackelt an der Gabel herum. Notbremse an der nächsten Möglichkeit und erstmal ein dummes Gesicht machem. Das kann gar nicht und dürfen schon gar nicht. Ich hatte eine Schraube des Bremssattels verloren und die zweite war auch lose. Schnell die Schraube vom hinteren Bremssattel gemopst und nach Volkers Einwand die richtige genommen. Falls man doch noch einmal aufs Pedal drückt … Selbstverständlich hat der Motomorini-Fahrer kurz angehalten.

Der Schraubendieb!
Spuren im Sand

In Hirtshals haben wir am Terminal die Tickets gekauft. Abfahrt heute 50min später, warum haben wir nicht gefragt? Die Zeit haben wir erstmal genutzt und sind einmal im Leben mit dem Moppeds am Strand gefahren. Sehr nett! An einer Düne die im Windschatten lag – hatte ich bereits erwähnt,  dass es die letzten Tage recht windig war, heute war es um einiges belebter – haben wir noch Kaffee gekocht und Äpfel gegessen.


Licht- und Wasserspiele

Zurück zum Hafen dauerte es gar nicht lang und die Fähre kam. Was für ein schönes Schiff. Ein Katamaran als Fähre, wir waren schon sehr gespannt auf die zweistündige Überfahrt.

Kaum verließen wir den Hafen fing das Schiff heftig an zu schlingern. Habe ich noch nie so erlebt. Der Blick aus dem gegenüberliegenden Fenster war kolossal. Im ständigen Wechsel war entweder das Meer oder der Himmel zu sehen. Echt beeindruckend! Die Besatzung kümmerte sich echt sehr liebevoll um die Passagiere und viele waren darauf angewiesen. Es wurde gar nicht gefragt, ob man ein Tüte wollte, die wurden großzügig verteilt und auch benutzt. Ich bin verschont worden, musste aber auch ab und an die Augen zumachen und die Umgebungsgeräusche mit Stöpsel in den Ohren dämmen. Volker hat es spät, aber gründlich erwischt. Normalerweise dauert die Überfahrt 2 Stunden. Wir haben 3 gebraucht, einerseits sind wir Umwege gefahren und vermutlich auch nicht mit voller Kraft. Die letzten 1,5 Stunden habe ich Volker nicht mehr gesehen. Ihm ging es echt schlecht. Er hat sich zum Mopped geschleppt und wir sind den erstbesten Campingplatz angefahren. An der Rezeption hat er sich erstmal wie er war – mit Helm, Jacke, Handschuhe – ins Gras gelegt. Ich habe die Anmeldung erledigt. Auf dem Campingplatz werden die Leute mit einem Golfkart zum Platz geleitet. Nach der Zuteilung habe ich den Fahrer gebeten, Volker an der Rezeption abzuholen und zum Zeltplatz zu fahren, das hat er natürlich gemacht. So ist heute bereits um drei Uhr Schluss und Volker kann sich erholen. Morgen soll es dann wohl weitergehen.